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Die 1. Edition (entstanden in Frankreich) erschien im Jahr 1986 und beinhaltete bereits viele Elemente von American Football;1987 erschien hierzu die Erweiterung Death Zone.

Das Spiel war wenig erfolgreich. Jervis Johnson und die Mannen von Games Workshop nahmen sich des Spieles an und entwickelten daraus eine erfolgreiche 2. Edition, in der viele eigene Regelmechanismen verwendet wurden, anstatt sie sich von Warhammer zu borgen.Griff Oberwald Neben der 1988 erschienenen Grundbox gab es zusätzlich die Bücher „Star-Players“ (1989), „Dungeonbowl“ (1989)und „Companion“ (1990)zu kaufen, in denen bereits viele Ligaelemente enthalten waren.

Die 3. Edition wurde 1994 veröffentlicht und brachte viele Neuerungen ins Spiel, wie z.B. das offene Ligasystem. Im Jahr 2002 wurde diese 3. Edition, zusammen mit den Deathzone genannten Zusatzregeln, erneut in einer Box herausgebracht.

Derzeit bildet das Living Rulebook (kurz: LRB) die offizielle Regelbasis. Dieses wird als pdf-Datei geführt und im Jahresrhythmus einem Regel-Update unterzogen. Die aktuelle Version ist LRB 5.0.

Parallel dazu wird schon an den zukünftigen Regeln gearbeitet. Diese werden im so genannten Playtester's Vault (kurz: Vault) entwickelt. Dabei bilden die Blood-Bowl-Spieler aus aller Welt freiwillige Tester dieser experimentellen Regeln, die ebenfalls als pdf-Datei geführt werden. Es befinden sich auch nahezu immer neue Mannschaften in der Testphase. Da es sich bei Blood Bowl mittlerweile um ein sogenanntes "Specialists Game" handelt, werden die Regeln für neue Teams oftmals schon offiziell bevor es die entsprechenden Figuren seitens Games Workshop zu kaufen gibt. In seltenen Fällen sind die Spieler sogar selbst gefordert eigene Umbauten vorzunehmen um die einzelnen Spieler darzustellen.

Spielprinzip Grundidee Bei Blood Bowl stehen sich zwei Mannschaften, bestehend aus maximal 16 Spielfiguren, auf einem rechteckigen Spielbrett (15x26 Felder) gegenüber. Pro Mannschaft dürfen jeweils max. 11 Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen. Die übrigen Spieler sind Auswechselspieler. Die Figuren bestehen aus Plastik oder Zinn, und müssen vor dem Einsatz von Hand bemalt werden. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit einer seiner Figuren in die gegnerische Endzone zu bringen, und somit mehr Touchdowns zu erzielen als der Gegner.Treeman

Das Spiel läuft rundenbasiert ab, jedem Spieler stehen 8 Runden pro Halbzeit zur Verfügung, in denen er mit seinen Spielfiguren einzelne Aktionen ausführen darf. Über Erfolg und Misserfolg wird durch eine Würfelprobe entschieden, einzelne Mannschaftsmitglieder besitzen dabei Attribute oder Fertigkeiten, die die Anzahl der verwendeten Würfel oder das Ergebnis beeinflussen können. Sollte jedoch eine Aktion misslingen, so führt dies zu einem Spielzugverlust, die aktuelle Runde endet vorzeitig und der Gegenspieler kommt an die Reihe.

Taktiken Das Spiel offeriert diverse Taktiken, die zum Erfolg führen können. Besonders geschickte Mannschaften setzen meist auf das Passspiel, um den Ball über die generische Verteidigung zu den eigenen Fängern zu bringen, die dann den Touchdown erzielen. Schnelle Mannschaften hingegen nutzen Lücken in der gegnerischen Verteidigung, um mit dem Ball weit in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Sehr starke Mannschaften bahnen sich oftmals ihren Weg mit Gewalt und blocken jeden Spieler um, der sich ihnen in den Weg stellt. Die letztendliche Taktik ist meist eine Mischung aus den oben genannten, sie wird maßgeblich durch die Attribute und Fertigkeiten der Spieler bestimmt. Mannschaftsentwicklung

Ein wichtiger Aspekt des Spiels ist die Mannschaftentwicklung im Ligasystem. Für gelungene Aktionen, wie zum Beispiel einen Touchdown oder das schwere Verletzen eines Gegenspielers, erhalten die eigenen Spieler Starspielerpunkte. Ab einer festen Anzahl von Punkten können die Spieler weitere Fertigkeiten erlernen, die einzelne Aktionen erleichtern oder aber neue Aktionen ermöglichen. Morg'n'Thorg Des Weiteren erhält man für bestrittene Spiele Einnahmen, von denen neue Spieler oder auch Trainerassistenten oder Cheerleader erworben werden können, die möglicherweise den Spielverlauf positiv beeinflussen können.

Allgemeines Blood Bowl ist neben den beiden tragenden Spielsystemen Warhammer Fantasy Battle und Warhammer 40,000 wohl das beliebteste Spiel aus der Palette von Games Workshop. Weltweit werden Turniere abgehalten, die von manchmal nur acht bis hin zu über hundert Teilnehmern bestritten werden. Es gibt inzwischen webbasierte Simulatoren und Play-By-Mail Clients, mit denen man vom heimischen Rechner mit Spielern aus aller Welt messen kann. Es gibt eine weltweite Rangliste der "Coaches" und die Online-Communitys, die sich mit diesem Spiel beschäftigen wachsen täglich. Es haben sich auch schon Gruppierungen gebildet, die ein gewisses Rollenspiel basierend auf der fiktiven Geschichte aufgebaut haben. So gibt es einerseits die "Orthodox Church of Nuffle", die "Reformed Church of Nuffle", aber auch die "Nuffle Blasphemer's Association". Dass diese Gruppierungen in (scherzhaft) heftigen Auseinandersetzungen liegen, versteht sich von selbst. Mannschaften und Rassen

Im Moment gibt es 21 verschiedene Rassen mit volksspezifischen Vor- und Nachteilen, aus denen Blood-Bowl-Teams rekrutiert werden können. Diese können passorientiert sein, wie die Waldelfen, oder eher für das Laufspiel günstig sein. Manche Rassen sind stark und langsam, wie die Zwerge, andere schwach und schnell. Wieder andere Rassen haben Mischungen oder Sonderspieler, wie bei den Goblins, oder Vorteile, die weniger in den Spielern als mehr im Umfeld liegen, wie bei den Halblingen. Einige Rassen sind hierbei durchaus benachteiligt und mehr für Spaßspieler ohne große Gewinnabsicht gedacht, manche erfordern ein fortgeschrittenes Verständnis ihrer Eigenschaften, die meisten allerdings im wesentlichen ausgeglichen.